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Krankschreibung

Als Ärztin oder Arzt gehört die Krankschreibung von Patienten zur täglichen Arbeit. Sowohl für Ärzte als auch für Patienten gilt es dabei, verschiedene Regeln zu beachten.

Piktogramm Patient im Krankenhaus_Quelle: die fliegenden fische

Ein Krankenstand muss grundsätzlich vom behandelnden Arzt bzw. von der behandelnden Ärztin festgestellt und der Salzburger Gebietskrankenkasse gemeldet werden. 


Der Krankenstand beginnt mit dem Tag der Krankmeldung durch Sie als Arzt/Ärztin.

 

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Arbeitsunfähig – ja oder nein?

Eine Arbeitsunfähigkeit – und somit ein begründeter Krankenstand - liegt vor, wenn und solange der Patient bzw. die Patientin wegen einer Erkrankung nicht arbeiten kann, oder wenn die Arbeit nur mit der Gefahr einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes möglich wäre.

 

Es liegt allerdings keine Arbeitsunfähigkeit vor, wenn der Patient bzw. die Patientin wegen einer Behandlung nicht arbeiten kann, die für die Sozialversicherung keine Krankenbehandlung darstellt.

Darunter fallen beispielsweise kosmetische Behandlung, Schwangerschaftsabbruch, künstliche Befruchtung, etc.

Solche Behandlungen können nur dann zu begründeten Krankenständen führen, wenn die Behandlung zuvor von der SGKK als Krankenbehandlung anerkannt worden ist, oder wenn sie zu einer unvorhergesehenen Erkrankung (z.B. Komplikation) geführt hat.

 

Info

Wenn der Patient/die Patientin mehrere Arbeitsverhältnisse hat, ist die Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit für jedes Beschäftigungsverhältnis gesondert vorzunehmen.

 

Sie als Arzt/Ärztin geben außerdem Ihrer Einschätzung zufolge an, ob die Arbeitsunfähigkeit des Patienten/der Patientin die Folge

  • eines Arbeitsunfalles bzw. einer Berufskrankheit
  • eines Raufhandels
  • des Alkoholkonsums oder Suchtgiftmissbrauches

oder

  • einer Verletzung mit Beteiligung Dritter (z.B. Verkehrsunfall) sein könnte.

 

Info

Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit und ihrer Dauer wird nach persönlicher Untersuchung durch den Vertragsarzt vorgenommen!

Eine Krankmeldung darf also nicht auf Verlangen einer Versicherten/eines Versicherten ausgestellt werden, wenn keine ärztliche Untersuchung erfolgt ist. Auch eine telefonische oder von dritten Personen (Eltern, Ehegatten usw.) verlangte Krankmeldung ist nicht zulässig.


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Krankenstand nach stationärem Aufenthalt

Eine stationäre Aufnahme in einem Krankenhaus oder einer Kur-, Erholungs- oder Reha-Einrichtung führt automatisch zu einer Krankmeldung.


Patientinnen und Patienten gehen nach ihrer Entlassung mit dem Entlassungsbrief zu Ihnen als behandelnden Arzt/behandelnde Ärztin. Sie stellen nun fest, ob und wie lange der Krankenstand Ihres Patienten/Ihrer Patientin noch andauert. 

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