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Vaskuläre Biomarker in der Primär- und Sekundärprävention

Besonders in der Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen ist eine möglichst genaue Risikoeinschätzung unerlässlich. Neben den bekannten Risikoscores, die konventionelle Risikofaktoren (Alter, Geschlecht, Cholesterin, Rauchen, Blutdruck, Diabetes) beinhalten, können weitere sogenannte Biomarker die Einschätzung des individuellen Risikos verbessern.

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Um den Einsatz eines Biomarkers im klinischen Alltag zu rechtfertigen, muss eine Reihe von Kriterien erfüllt sein. Das im Folgenden beschriebene Positionspapier enthält eine detaillierte Aufstellung der vaskulären Biomarker (Carotis-Ultraschall, Knöchel-Arm Index, Gefäßsteifigkeit, zentraler Blutdruck und Pulswellenreflexionen, Endothel-Funktion, hochsensitives C-reaktives Protein) im Hinblick auf die genannten Kriterien. Die höchste Empfehlungsstufe (IIa: sollte untersucht werden) wurde für Carotis-Ultraschall, Knöchel-Arm Index und arterielle Gefäßsteifigkeit vergeben.

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Die Rolle der Risikoscores

In der präventiven Medizin ist es unerlässlich, das individuelle kardiovaskuläre Risiko eines Patienten möglichst genau einzuschätzen, um nichtmedikamentöse und medikamentöse Maßnahmen zielgerecht einzusetzen.

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Vaskuläre Biomarker im Einzelnen

Diese zeigen messbare, frühe Veränderungen des arteriellen Gefäßsystems an, die asymptomatisch sind. Man könnte sie unter dem Konzept des early vascular aging (EVA-Syndrom, verfrühte Gefäßalterung) zusammenfassen.

1. Carotis-Ultraschall

2. Knöchel-Arm Index (ankle-brachial index, ABI)

3. Arterielle Gefäßsteifigkeit

4. Zentraler Blutdruck und Pulswellenreflexionen

5. Endothelfunktion

6. Hochsensitives C-reaktives Protein (hsCRP)


Tabelle: Nutzen vaskulärer Biomarker für die kardiovaskuläre Primär- und Sekundärprävention












PD Dr. Thomas Weber

II. Interne Abteilung mit Kardiologie und Intensivstation,

Klinikum Wels-Grieskirchen

Adaptiert nach einem Positionspapier der Working Group on Peripheral Circulation der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft und der Artery Society.






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