DRUCKEN

Benzodiazepine bei Suchterkrankungen

Tabletten.jpg

In Österreich werden seit mehr als 20 Jahren opiatabhängige PatientInnen im Rahmen einer Substitutionstherapie mit Opioiden behandelt. Es muss davon ausgegangen werden, dass ein wesentlicher Teil jener PatientInnen, die sich einer Opioid-Erhaltstherapie unterziehen, einen Beikonsum von Benzodiazepinen aufweist und neben der Opiatabhängigkeit auch eine Abhängigkeit
von Benzodiazepinen
entwickelt hat.


Diese PatientInnen bekommen benzodiazepinhaltige Arzneimittel – vielfach von anderen ÄrztInnen als jener/jenem, die bzw. der die Opioid-Erhaltungstherapie durchführt – in teils hohen Dosen verschrieben.  In einem Teil der Fälle liegen die Dosen über der in
der Fachinformation definierten täglichen Maximaldosis, in manchen Fällen wird die Maximaldosis sogar um ein Vielfaches überschritten.


Da diese Entwicklung Anlass zur Besorgnis gibt, hat der im Bundesministerium für Gesundheit eingerichtete Ausschuss für Qualität und Sicherheit in der Substitutionsbehandlung die nachstehende Leitlinie erarbeitet.

linkLeitlinie BMFG zum Umgang mit Benzodiazepinen (119.0 KB)